The first page is done

Das Seitensdribble der 1. Seite der fertigen Geschichte. Es ist nur eine ungefähre Idee von dem, was auf der 1. Seite transportiert werden muss, es entstand sehr schnell ohne eine genaue formale uns dramaturgische Kontrolle des Bildaufbaus da es in diesem Stadium nur um den Ablauf der Geschichte geht und die Verteilung des Inhaltes auf die erlaubten 46 Seiten. Ich muss dabei im Fluss bleiben und darf mich nicht durch Feinheiten ablenken.

Endlich. Der innere Schweinehund ist besiegt. Die Angst vor dem weißen, leeren Papier. Die erste Seite von „Haie von Lagos “ Band 5 ist fertig. Ich hoffe es war der Dammbruch um jetzt kontinuierlich weiterzuarbeiten. Eigenartiger Weise, und das überrascht mich immer wieder, braucht es nach einer Pause immer eine gewisse Zeit um handwerklich und Mental wieder in ein Projekt reinzukommen. Aber ich habe jetzt ein verdammt gutes Gefühl. Es wird eine abgefahrene, kranke und nervenzerrende Geschichte. So wie das wahre Leben. Ihr denkt ich übertreibe? Na ja, wir sind  in Europa bestimmt von dem Schlimmsten verschont, abgesehen von Scheidung, Kündigung, Krebs, Suff und dergleichen. Aber wenn ihr euch mal außerhalb unserer öffentlich, rechtlichen und privater schönen Werbewelt in

Nachdem die Geschichte stand widmete ich mich der Erzählstruktur der einzelnen Seite um den Inhalt möglichst gut zu transportieren. Emotional und Bildhaft, wobei beides eine gegenseitige Wechselwirkung hat. Das Auge kam nachträglich dazu um die Wirkung der OP zu steigern.


bewegt, unsere ewig betroffenen, bescheuerten Kommissarinnen  vergesst und die sonstigen eleganten Selbstspiegelungen unserer scheinbaren heilen Welt, dann wird es verdammt finster. Nicht gerade in Europa, obwohl da auch schon eine Menge danebenliegt. Aber Außerhalb dessen gibt es nichts mehr, was ein krankes Hirn sich erdacht und auch ausgeführt hat. Und wenn ich nicht gerade von Psychopathen Rede, auch die gebräuchlichen Praktiken des mehr oder wenig professionellen organisierten Verbrechens lassen keine Vorgehensweise aus, die erfolgversprechend währe. Was rede ich von organisierten Verbrechen. Seht euch Syrien an. Das firmiert unter Politik, oder der Drohneneinsatz der Amerikaner. Ihr seht, die Grenzen

Nachdem ich mit dem Layout zufrieden war habe ich die Details mit Bleistift und Radiergummi weiter verfeinert. Ein kleiner, elektrischer mit dem man punktgenau arbeiten kann.

des Vertretbaren bis hin zum Abscheulichen sind fließend. Oft kommt es nur auf den Standpunkt an. Also das sollte jetzt keine Entschuldigung für meine Stories sei. Ich liebe sie, so oder so. Ich will die Welt damit nicht ändern, ich hebe nicht den Zeigefinger, ich mache einfach etwas das mich Überzeugt. Aber lange Rede kurzer Sinn. Ich werde euch die Erste Seite nicht vorenthalten, auch wenn der Verlag in Frankreich etwas dagegen haben könnte. Da Splitterverlag ja noch der Deutsche Publisher ist, werdet ihr auf diesen Band noch zwei Jahre warten müssen. An sich könnte es mir ja egal sein, aber es ist mein Land hier und irgendwie währe es doch schön wenn die Veröffentlichungen hier nicht mit Lichtjahre Verzögerung erscheint. Mein Gott was bin ich froh, unter die Fittiche der Franzosen gekommen zu sein. Deutschland und Comic – eine ewige Tragödie.

Ich habe ein Transparent über die Bleistiftzeichnung gelegt und mit Fineliner ( Edding o,3 + 0,1 ) alles nachgezeichnet und dann eingescannt. Dann die Rahmen der einzelnen Bilder gesetzt . Obwohl sie ungefähr vorher feststanden ist das trotzdem nochmal ein wichtiger Teil der Vorarbeit. Die Umrandungen tragen wesentlich zur Dynamik der Seite bei und  können die Formale Gewichtung noch einmal verbessern. (vergleichen mit 1. Layout)

Ich zeige euch mal in großen Schritten, wie sich so eine Seite entwickelt. Ich wollte es an sich in kleineren Schritten tun, aber im Eifer des Gefechts habe ich vergessen die Zwischenschritte aufzuzeichnen. Und nach wie vor gilt, auch für die schweigende Mehrheit, wenn ihr diesbezügliche Fragen habt, ich beantworte sie euch gerne. Und was die Frage nach il2 Sturmovik betrifft, danke der überschwänglichen Resonanz.

Dann lege ich die ersten großen Farbflächen an und die Materialstrukturen. Wie koloriere ich zum Beispiel den OP Kittel. Sie beeinflussen maßgebend die weitere Kolorierung und sind daher immens wichtig. In den restlichen Bildern wollte ich schon mal eine ungefähre Stimmung einfangen.

Jetzt gehe ich in das Detail. Wie gestalte ich ein OP Saal so, das es eine Hierarchie der Gegenstände gibt und eine entsprechende Tiefenwirkung, nicht zu vergessen der gesammt Athmosphäre. Ich habe auf drei Ebenen Gearbeitet. OP Geräte im Vordergrund, dahinter 2 Ärzte und als letzte Ebene den Hintergrund. Die anderen Bilder habe ich noch vernachlässigt da mir der OP Saal als größer Herausforderung erschien.

Und dann der Rest.Wer wissen will wie lange ich gebraucht habe, für das Kolorieren. 4 Tage. Arbeitsgröße a4 300 dpi. Wird mit der Zeit wieder schneller gehen. Hoffe ich.

Comments
2 Responses to “The first page is done”
  1. Thomas sagt:

    Sehr schön, freue mich sehr drauf, die Lagos-Story nach all den Jahren zu Ende lesen zu können, auch wenn es noch zwei Jahre dauert, Hauptsache die Bände kommen. Habe am Wochenende übrigens „Woman on the River“ gelesen, schöne stimmungsvolle Geschichte, ging in die Richtung der Sachen von Dir, die mir immer am besten gefallen haben: Stromer, die Bukowski-Stories …

    • Matthias Schulttheiss sagt:

      Danke Thomas, höre ich gerne. Sitze ja so in einem Art Elfernbeinturm. Liefere und hör nix. Mal eine Rezension im Netz. Alles sehr vage und anonym. Nicht sehr emotional. Also -tut gut mein Junge. Werde ein Schluck Bier auf Dich trinken.
      Matthias

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