Die letzte Nacht von Jola +Strike

 Als die Nacht kam, hatten sie sie gefunden. Sie wollten den Morgen abwarten. Ein Helicopter würde zur Unterstützung kommen. Er war ein Ex Marine. Sie wussten nicht was er alles an Waffen dabei hatte. Sie hatten sich einige nette Sachen ausgedacht die sie mit ihnen machen würden. Besonders mit der Frau. Sie waren richtig sauer.Das Geld würden sie so wie so kommen.

An sich war alles anderst geplant. Wie immer ist das keine Garantie. Für Nichts. Jetzt standen Strike und Jola in der Wüste und der Motor hatte das ganze Benzin weggesoffen. Sie hatten den toten Type auf der Ladefläche und den Koffer mit dem Geld vor den Wagen gestellt. Wenn sie sie schon beobachten sollten sie wissen das sie Kompromissbereit waren. Auf das scheiß Geld verzichten und dafür ihr Leben. Wenn das überhaupt noch eine Option war. Strike machte sich nicht viel Hoffnung. Ihm tat es nur leid um Jola. Vielleicht würden sie sie ja laufen lassen. Sie hatte damit nichts zu tun. Die guten Ideen hatte immer nur er gehabt. Sie hat einfach daran geglaubt. An seine guten Ideen. Vielleicht mochte sie ihn auch mehr als eine Katze den Mann, der ihr das Futter gab. Dass Futter war immer mager gewesen. Sie hatten mehr von der Hoffnung gelebt. Einmal aus den Vollen zu schöpfen. Naja, wer tut das nicht. Aber er hat nicht nur versucht zu hoffen, sondern auch etwas dafür zu tun. Mehr als seine Kanone ist ihm allerdings nicht dazu eingefallen. Das hat sich so zusammengeläppert aber zum Schluss hat es nicht einmal für einen vollen Tank gereicht. Und jetzt warteten sie in der scheiß Wüste. Was sollten sie auch anderes tun. Vielleicht zu Fuß weiter latschen. Sinnlos. Sie kämen nie mehr dort an wo sie etwas mit dem Geld erreichen könnten. Und wenn, dann währen sie schon vor ihnen da und würden auf sie warten mit einem kühlen Drink in der Hand. Dabei dachte Strike alles würde sich ändern als er Jola traf. Beide glaubten sie haben mit dem anderen das große Los gezogen. Wie verzweifel muss  schon sein das man eine Mädchen auf der Landstraße mit einem Beutel voller Klamotten als den großen Glücksfall bezeichnet. Und er, was hatte er damals schon. Seinen alten zerbeulten Pickup, einen alten Anzug, ein paar hundert Dollar aus seinem letzten Geschäft und seine Kanone. Er mochte seine Kanone, aber das letzte mal war sie etwas zu voreilig gewesen. Na ja, was solls. Der Typ auf dem Truck tat ihm nicht leid. Strike hatte vorher auch schon andere erschossen von denen er noch weniger wusste. Wo war er stehengeblieben? Ach ja. Jola der Hauptgewinn. Doch das war sie. Sie war warm, hörte ihm zu, glaubte an ihn und hat sich nie beklagt. Doch, seit dem sie bei ihm war hatte er diesen Traum gehabt wenigstens einmal irgendwo mit ihr bleiben zu können. Ein Nest zu bauen, ein schlechtbezahlten aber  anständigen  Job zu machen  und mit der Vergangenheit abschließen in der Hoffnung keiner will noch eine alte Rechnung begleichen. Zu spät. Bald würde es Zeit werden sie in den Arm zu nehmen. Irgendetwas zu sagen so wie – es tut mir leid. Aber das würde er sich für den Schluss aufheben, wenn er die Verfolger kommen sah. Natürlich könnte er auch seine Kanone nochmal benutzen. Sie verteidigen. Aber es ist so wie mit den Wespen. Wenn man nach ihnen schlägt werden sie erst richtig giftig. Dann gibt es nicht mal mehr die Funken einer Chance. Also Finger weg von seinem Liebling. Erstmal. Für einen letzten Liebesdienst war sie vielleicht noch gut. Dann sah er eine feine Staubfahne am Horizont. Aus der Richtung aus sie auch gekommen waren. Er wandte sich zu ihr und sagte „es tut mir leid Jola…“

„Was werden sie mit uns machen“ , fragte sie zurück. Ihre grünen Augen leuchteten aus dem Schatten ihres Gesichtes. „Meinst du wir können mit ihnen Reden?“

„Ich werde es versuchen. Vielleicht sind sie nicht richtig sauer.“

„Und wenn sie richtig sauer sind.“

„Wenn du es möchtest lasse ich es nicht zu und…….“

„Du kannst es ruhig tun. Töte mich. Ich liebe dich trotzdem. Für immer.“

„Meinst Du das es ein für immer gibt“ fragte Strike..

„Bestimmt. Wozu soll das den alles gewesen sein? Das war doch viel zufiel Aufstand für das bisschen Leben..“

„Ja, wenn du es so siehst. „

Die Staubfahne wehte quer zu Horizont. Noch konnte er keine Fahrzeuge sehen. Wenn sie alleine kamen, vielleicht mit Maximal vier Mann…die könnte er vielleicht schaffen wenn sie keine Gewehre hatten und es von Weitem Versuchten. Dann bekämen sie ihr Auto. Vielleicht bekämen sie wieder einen Vorsprung und könnten es nochmal herauszögern.Vielleicht auch ganz verschwinden. Er sah zu Jola. Jola sah ihn an und er sah die Tränen in ihren Augen.

Scheiße, scheiß sagte sie immer wieder. Das ist nicht fair…….

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