Das Magische Gerät

 

Weil Weihnachten ist und überhaupt, will ich euch mal ein Geheimnis verraten. Einige haben es schon durch Zufall mitbekommen. Andere  davon gehört. All die Dinge die ihr von mir kennt, jedenfalls wenn sie gut sind, entstehen in meinem Unterbewusstsei. Irgendwann fängt meine Hand von selber an zu zeichnen. Es ist eine Art Alphazustand in dem wir uns zwischen Realität und verstärkter  innerer Wahrnehmung bewegen. Wie es dazu kommt weiß ich nicht genau. Ich kenne noch einen dem es genauso ging. Das war Chris Scheuer. Wir haben oft darüber diskutiert, aber so richtig gab es keine  Erlärung. Erst wenn dieser Unterbewusste Vorgang zündet, bekommen die Illustrationen die richtige Aussage. Ich habe das damals zum ersten Mal bei dem Zeichnen der “Wahrheit über Shelby” erlebt. Ich fing damals im Winter in  Dänemark mit dem Zeichnen der Story  an. Dazwischen suchte ich stundenlang nach Dingen die das Meer angspült hatte. Sie waren wie Botschaften aus einer anderen Welt die irgendetwas mit der Tiefe und den Geheimnissen des Meeres zu tun hatten.  Teile dieser Fundstücke und ihre Verwendung finden sich auch in der geschichte wieder. Ich Selber fand mich nach einiger Zeit in einem ähnlichen Zustand wie Shelby und las natürlich auch Bücher die sich mit den Grenzen der Wahrnehmung befassten und mit Physik. Ich machte dann einige Selbstversuche, unter anderem mit Autosuggestion und Pendeln. Da ich mir inzwischen ziemlich sicher war das mein Unterbewusstsein maßgeblich auf meinen Geschichten und meine Art zu arbeiten Einfluss nahm, versuchte ich diesen Zustand zu optimieren. Ich benutzte Dinge die meine Aufmerksamkeit und Interesse in einer mir unverständlichen Art und Weise erregten als Antennen um etwas

aufzufangen was irgendwie, auf eine sonderbare Weise um mich herum und in mir war. Ich wollte eine Verbindung.  Ich will euch nicht langweilen. Nur zeigen was letztendlich übrigblieb.Den Ring um meinen Finger hatte ich schon vor meinen Experimenten und schleppte ihn   immer irgendwie mit mir herum. In Frankreich in Angoulem wurde er während eines Festivals zum Running Gag. Jeder wollte ihn ausprobieren. Die “German Zeichenmaschine” Danach vergass ich ihn wieder. Das sollte sich ändern und der Teufel weiß warum ich ihn nicht weggeworfen habe. Wahrscheinlich hat er auf mich gewartet. Dann bezog ich ihn in meine Experimente ein und er entwickelte seine Kraft.  Ich benutze ihn nicht immer. Nur wenn ich in eine Geschichte, in die Zeichnung oder einen Charakter nicht reinkomme.

Wenn Jemand was von Chris Scheuer gehört haben sollte, würde mich freuen was von ihm zu hören und dankbar für jede Nachricht sein. Er ist ja auf dem einen Bild mit drauf, das uns alle als Outlaws zeigt.

Comments
3 Responses to “Das Magische Gerät”
  1. Daniel Haas sagt:

    Hey Matthias,

    Habe vor Kurzem gelesen, dass Chris Scheuer wieder in der Nähe von Graz wohnt. Macht zwei, drei Technikillus im Jahr für große Unternehmen. Und den Rest des Jahres reist er durch Indien. Er schließt aber nicht aus, vielleicht doch noch mal Comics zu zeichnen.

    Viele Grüße
    Daniel

  2. Geier sagt:

    In dem Fall hilft Google weiter 😉 Momentan ist in Graz ne Ausstellung mit Bildern von denen auch welche Scheuer gemalt hat (desgleichen kann man ihm auf youtube beim pinseln zusehen). Insg findet man freilich bemerkenswert wenig über den Mann …

    Ich könnte mir vorstellen daß man mit diesem Ring unbotmäßigen Zeichnern prima den Finger brechen kann – erinnert an mittelalterliche Daumenschrauben 😉

    • Matthias Schultheiss sagt:

      Ja der Chris lebt in einer anderen Welt. Nicht zu fangen. Das mit Deinen Daumschrauben, dieser Vergleich kränkt mich zutiefst. Aber Spass beiseite. Es hat was davon. Zwar nicht das Quetschen aber das Zwingen. Nun zeichne ich ja nicht ungern. Aber ab und zu nerft das immer weiter und weiter. Wie offt habe ich mir schon gedacht, das war das letzte Buch. Du hast alles gesagt. Jetzt kommt der große Frieden. Aber is nicht. Nach spätestens einer Woche gräbt was neues in mir und das muss ich machen. Mit oder ohne Daumenschraube. Und das dauert und dauert wieder…… Davon Abgesehen. Fröhliches Weihnachten und hoffe drauf das keiner nen Geier mit einem Truthan oder ner’ Ganz verwechselt. Sonst gibts ein kleines Spießchen hinten rein und vorne raus. Lecker…

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