Die letzte, große Frage

Die Welt verändert sich schnell. Die Menschen versuchen hinterherzurennen. Einigen gefällt es, anderen nicht. Viele bleiben auf der Strecke. Ich verstehe so manches nicht. Vielleicht kann man nur prinzipiell sagen“So ist der Mensch nun mal.“ Tatsächlich hat er sich in seinem Verhalten wenig geändert. Faul, Angst und Gier seien seine Triebfeder sagte ein Ethnologe in einem schlauen Buch. Aber was erklärt mir das wirklich? An sich nichts. Es hat auch kein Sinn mehr Fragen zu stellen. Selbst wenn man eine richtige Antwort bekommt, sie beeinflusst das Weltgeschehen nicht. Also was tun?

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Nichts. Lebe dein Leben, versuche etwa Knete zu machen ohne dich dabei umzubringen, bleib easy, mach dein Ding und laufe keinen Markenartikeln, Luxusautos oder dem ganzen Kram hinterher, der dein Leben nicht wirklich ändert, sondern es dich nur glauben lässt. Sei froh wen du einen wirklich guten Freund hast und noch besser, eine gute Frau und Partnerin der du vertrauen kannst und die zu dir hält. Natürlich musst du auch letztgenannte Dinge pflegen. Aber die Zeit ist besser genutzt als wenn du Taubenscheiße von deinem Ferrari putzt oder versuchst eine dämliche Luxus Schlitz Tussie mit deinem Geld zu fangen. Sie ist beim nächsten weg der mehr Geld oder Wege zum Ruhm hat. Comiczeichner waren da nie gefragt, sonst würde ich vielleicht anders darüber denken. Ich will damit sagen, versuche herauszufinden, was wirklich für dich wichtig ist, was dich ruhig und zufrieden macht und ab und zu sogar glücklich. Hört sich leicht an, aber kann schwerer sein als Kohle zu verdienen. Deswegen sind die mit Kohle nicht automatisch glücklicher als die ohne Kohle. Zum Glück. Das ist vielleicht die einzige Konstante und nicht zu manipulierende Gerechtigkeit in dieser Welt. Warum ich das alles absondere? Na ja, auch ich ändere mich. Vielleicht in Reflexion auf die Änderung der Welt, vielleicht vernunftbedingt, ich weiß es nicht genau. Auf jeden Fall ist mir Zufriedenheit wichtiger als mit der Welt zu rennen. Und ich habe Glück gehabt. Ich habe ein, zwei drei gute Freunde, eine wunderbare Frau die mit mir Geduld hat und immer einen Whisky und einen vollen Eisschrank. Und ich kann Comics zeichnen.

Aber auch das ist nicht mehr so wichtig. Meine Helden werden alt und haben die Schnauze voll. 40 Jahre Wahnsinn machen jeden mürbe. Einschließlich dem Autor. Ich mache lieber Zäune, schweiße am Rasenmäher, treffe meine Freunde, Lese, Koche und mache andere mehr oder wenig nützliche Dinge. Lambert dümpelt vor sich hin und ich überlege gerade ob ich dem jetzigen Buch noch ein paar Seiten hinzufüge und ihm einen würdigen Abgang verschaffe oder ob ich ihn wie geplant weiterführe. Es ist so eine scheiß Arbeit die mich mindestens 6 Stunden am Tag an den Tisch nagelt. Und die Verlage, sie zahlen lächerlich. Also wofür? Eine meiner letzten,großen Fragen.

 

Comments
2 Responses to “Die letzte, große Frage”
  1. Lea sagt:

    Weil du es liebst. Deine geschichte,deine welt dein kopf. Für dich. Hoffentlich.

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