Going Hollywood

Mir fallen  jede Menge komische Geschichten ein. Ich lache gerne und finde es absolut abgefahren wenn Kellner mit vollen Tabletts stolpern, wenn Leute mit Stühlen zusammenbrechen oder gegen Laternenmasten laufen weil sie einer Frau nachsehen. Letzteres hatte mir schon mal eine teure Sonnenbrille gekostet und der  gesamte gegenüberliegende Biergarten hast sich schlapp gelacht. Ich sehe mir Komödien an und habe schon selber welche geschrieben. Wollte bloß keiner. Was soll’s.

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Aber trotz allem zog es mich immer zu den ernsten Geschichten. Für die Lustigen war mir der zeichnerische Aufwand zu groß. Aber dann wurde ich für Kurzgeschichten bezahlt die monatlich im Esquire erschienen und ich griff eine alte Idee auf. Ich hatte mal eine TV Serie entwickelt die von zwei Freunden handelte. Der eine ist Toilettenmann in einem Bürohaus, in dem auch die UNO ihren Sitzt hat. Und sein Kumpel ist eine dicke Socke, der immer hinter Frauen her ist. Natürlich vergeblich. Die Idee dazu kam mir als ich von einem Typ in New York las, der mit einer transportablen Fernsehkamera Frauen ansprach und sie überredete sich in irgendeine dunklen Ecke auszuziehen. Er war gleich auf Sendung und hatte wohl auch sonst viel Spass. Ich hatte also die Idee, das der Dicke mit einer vollkommen debilen, selbst gemachten Fake Kamera Mädels zu Probeaufnahmen zu überreden versucht. Er sagt sein Freund sei ein bekannter Regisseur und er können ihr die Tür nach Hollywood öffnen.  Naja, das Mädchen verlässt ihren Freund und muss beim Casting  jede Menge Blödsinn in der Badewanne machen. Einen mörderischen Hai-Angriff vortäuschen. Der Kumpel verkleidet sich als Regisseur und wartet im Schrank versteckt auf seinen Auftritt.  Beide Kerle erhoffen sich einen netten Abend voller Dankbarkeit. Aber es kommt anders. Für jetzt betretene Gutmenschen und Bildungsbürger eine Eselsbrücke – Mann kann das ganze auch als eine philosophische, kritische  Abhandlung zu DSDS sehen. Zum Schluss geht die Bude in Flammen auf und alles für die Katze. Mag sein das sich die Älteren von euch an die Geschichte erinnern. Ist in “Blutsbrüder” veröffentlicht worden. Aber das Buch ist vergriffen und ich finde die Story immer noch einen gelungenen Ausflug in den Humor. Warum ich es nicht weitergemacht habe, wenn ich das wüsste. Lust hatte ich immer, aber dann kam Lambert und setzte sich durch. Oder – mein Humor ist doch etwas fragwürdig.

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