Krieg

 

Ich weiß nicht, ob es damals schon das Zack Magazin gab, aber auf jeden Fall Donald Duck und Fix und Foxi. Diese Serien pägten damals den Begriff Comic. Damals hatte ich von solchen Dingen wie Storytelling und Dialog keine Ahnung.  Aber was mich schwer anfaßte war der Stellungskrieg in Flandern. Es war mir nicht fassbar, wie Menschen das aushalten konnten. Ich versuchte das Grauen zu visualisieren

Wer sich dafür interessiert kann auf Youtube unter WW1  “Shellshock” das Grauen ansehen. Zitternde dem Wahnsinn nahe junge Männer in Anstalten, mit weggeschossene Gensichter in die Kamera sehend. Das nackte Grauen. Als ich diese Bilder jetzt gefunden habe standen mir die Tränen in den Augen und ich habe mich gefragt, wie wir, auch ich,  eigentlich dazu kommen mit Gewalt und Grauen in dieser Leichtigkeit in den Medien umzugehen.

Ich sagte

ja schon, das ich einige Bilder über Hitler im 2 Weltkrieg veröffentlichen  werde.  Die Texte sind verlorengegangen, waren aber historisch richtig. Nur die Dialoge hatten Micki Mause Format. Ich glaube mich sogar zu erinnern, das die damalige Micky Maus Texterin sie geschrieben hat. Kurios aber wahr. Ist auch schon 30 Jahre her und keine der Beteiligten hatte wirklich Ahnung von Comics.

Auf jeden Fall war es für mich eine gute Übung in der ich die Angst davor verlor, ausgedachte Szenen zu zeichnen. In dem ganzen Bildmaterial über WW1 gab es noch keine Actionfotografie. Das musste ich mir also ausdenken. Hatte aber einen großen Horror davor und dachte ich kann mich alleine über Referenzmaterial retten.  Heute ginge das. Damals nicht. Also entstand ein Knochenharter S/W Comic. Obwohl ich diese Art liebe habe ich sie nur noch bei Trucker angewand. Ich habe mir es immer wieder vorgenommen es nochmal zu machen. Währe eine leichte Übung. Aber ich bin dann irgendwann dem Bann der Farbe erlegen. Auch davor hatte ich damals nochmörderische Angst. Jetzt nicht mehr.

 

Eine Übung für ein Prokekt Namens QUARZ, ich sprach schon darüber, an dem ich nebenbei Arbeite weil LamberVorang besitzt.

Comments
2 Responses to “Krieg”
  1. Geier sagt:

    Interessant, diese alten Seiten wollte ich schon immer mal sehen seit ich vor Urzeiten in einem Fachmagazin davon gelesen habe. In vielen Panels erkenne ich die Photovorlage wieder, aber das ist legitim weil man sich diesen Grabenkrieg eigentlich nicht vorstellen kann… Nebenbei, ich glaube es war im letzten Jahr das der letzte überlebende Soldat des 1 WK gestorben ist.
    Dieses Quarz würde mich interessieren, sieht recht abgefahren aus…

    • Matthias Schultheiss sagt:

      Lieber Geier,
      Klar, die Vorlagen sind aus alten Büchern vom Flohmarkt. Aber überall wo Action ist, musste die Fantasie her, Anatomie, was erzähle ich Dir. Waffen und Ausrüstung ist natürlich auch aus Büchern. Quarz ist wirklich eine abgefahrene Geschichte. Ich habe meine Fantasie bisher ja nur im Erdenken von Geschichten der heutigen Zeit eingesetzt. Die anderen Ideen entstanden nur im Brainstorming mit Schülern die an solchen Geschichten arbeiteten oder in nächtlichen Wein, Bier und Zigarettengesprächen mit Freunden. Wir haben eben so rumgesponnen, je wilder desto besser. Eine Story gab es nicht nur eben verrückte Ideen und immer nochmal toppen. Vielleicht weißt Du, das ich mal für Serien geschrieben habe und da war das sowieso angesagt. Dann kam mir die Idee mal selber eine Fantasiegeschichte zu machen. Und zwar ist das Konzept folgendes. Eine funktionierende Storyline in einem in sich geschlossenen aber auch logisch funktionierenden Kosmos. Schließt Politik, Ökonomie und den ganzen Kram ein. Hat den Vorteil, das sich bestimmte Inhalte der Geschichte aus diesen Zwängen heraus fast zwangsläufig ergeben. Das habe ich jetzt in ungefähr, weiß was den Held motiviert, warum, wieso und als das. Aber noch keine Spannungsbögen und Feinheiten. Aber danach geht es nur noch um die Effekte, den Schock, das Unerwartete. Vielleicht kennst Du die Serie” Braking Bad”. Ich habe eine Menge durch sie gelernt. Ich lasse es einfach laufen und traue mich alles zu denken. Natürlich nur im Ramen des in meiner Welt machbaren. Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen weil ich im Augenblick die Sache nur nebenbei vorbereite und natürlich einig Ideen für sich genommen schon verlockend sind, um sie auch aus der Story herausgenommen weiterzuführen und abzuwandeln. In diesem Fall bin ich da etwas vorsichtig.

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