San Francisco – meine Liebe

Woman on the River ist bei Splitter Verlag  veröffentlicht. Ein schönes Buch. Schön von Splitter gemacht und die Geschichte….ich lese sie immer wieder. Es ist eine fast wahre Geschichte. Es gibt oder gab die Kneipen. Es gibt diese Gegend mit den Kanälen im Osten von Hamburg, ich habe dort einige Jahre gelebt. Es gab diesen kleinen Jungen und das Ehepaar. Der Gangster ist erfunden, der Regen nicht. Ich liebe Regen und Gewitter.  Es ist eine Sehnsuchtsgeschichte. Sie knüpft an sich an meine frühe Geschichte “Stromer” an. Es ist die selbe Gegend. Ich habe bis heute nicht herausbekommen warum ich diese Landschaften in mein Herz geschlossen habe. Vielleicht sieht es in mir drinnen genauso aus. Es bleibt für mich ein Geheimnis. Dieses Jahr in dem die Geschichte spielte, war ein schöner Sommer. Im Gegensatz zu diesem Sommer. Es ist kein Sommer. Es ist zu Kalt. Das weckt in mir die Sehnsucht nach San Francisco.

Die Luft riecht dort nach Meer, ein eigenartig schönes Licht liegt über der Stadt, tausend kleine schöne Läden, große und kleine  Diners mit leckerstem Seafood, elegante Menschen, die Strassen die Berge rauf, die Berge runter, Palmen in den Parks, schläfriger Müßiggang, Warm, stahlblauer Himmel, die Zeit bleibt stehen. Ich habe dort einige schöne Rock Jazz  Konzerte erlebt. Das eine war in einem ehemaligen, alten Ballsaal. Der volle Prunk, Bögen und Ornamente an den Wänden. Gold und Rot. Die Baar 20 Meter. Die Band spielte wie Blood Sweat and Tears. Vier Sängerin in einfarbigen Kostümen. Genauso das Blech in farbigen Anzügen. Wie ein Regenbogen. Der Saal tobte, alles tanzte und trank. Jeder quatschte mit jeden. Die Amerikaner sind dabei etwas unbefangener. Und in den Pausen standen wir vor den Türen, unter uns das Meer und Alcatraz. Die alten Gangsterfilme vielen mir ein. Ein Typ kam und sagte ich darf mit der Bierflasche nicht draußen stehen. Klaro, wusste nicht, bin aus Germany. Die beiden Mädels lachten und fanden das irre interessant. Ich wurde langsam dun. Hätte mich jetzt die Kugel getroffen, es wäre ein guter Moment gewesen. Wenn es sowas wie Glück gibt, so war es einer dieser wenigen Momente in denen ich es fühlte.  Ich war mit dem Grayhound unterwegs. Immer weiter, nie länger als 2 Tage an einem Ort. Als ich auf dem Weg in diese Stadt war, kam ich nach Einbruch der Dunkelheit über die Berge. Unter unter mir die tausenden von Lichtern der Brücken die über das Wasser glimmten und zur dieser Stadt führten. Was ich eigentlich damit sagen will- seht euch diese verdammte, schöne, große Welt an, solange ihr es könnt. Ich glaube, diese Eindrücke und Erfahrungen sind der kostbarste Besitz den man bekommen kann. Wichtiger als Designerklamotten, Auto und Lifstyle. Es macht das Herz groß und weit und du begreifst etwas mehr über das Leben.

Aber jetzt bin ich hier am Rande de Felder. Der Regen trommelt auf das Blechdach unter dem das gehackte Holz liegt. Riecht nach Fichtennadeln, ein Frosch hüpft durch das Gras im Regen. Fred das Eichhörnchen zischt vorbei und die feige taube Hulda erschrickt immer wieder vor einem Blumentopf wenn sie ein Korn aufpicken will das genau davor liegt. Klar ich kenne sie alle beim Namen. Kommt so mit der Zeit. Und vor mir endlose Weite über Felder, Knicks und Bäume. Ja es ist ein Paradies in dem ich lebe. Und, ganz wichtig, im Eisschrank immer ein kühles Bier oder eine Flasche kühlen Rose. Vor zwei Wochen kam eine Reh mit zwei Bambis vorbei. Ich blieb ganz still sitzen. Sie haben sich im hohen Gras der gegenüberliegenden Wiese versteckt. Wunderschöne Tiere. Und am Weg auf die Felder spielten drei kleine Füchse. Zwei Tage später knallte es dreimal. Später kam ein Auto aus dem Weg. Ist eine Einbahnstrasse. Konnte es nicht erkennen nur hören. Ja was würde diese Welt machen gäbe es keine Menschen die aufpassen und hegen und Pflegen das alles seine gottgewollte Ordnung hat. Wie heißt es” Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild.”Wenn das so war, müssen wir wirklich Sorge haben was dieser  Typ vor hat.  Aber ich glaube es ist eine Lüge. Der Mensch schuf sich Gott nach seinem Ebenbild. Na dann wird ja alles gut. Da fallen mir diese beseelten Menschen ein die mit kleinem Bärenrucksack, runtergerutschten Kniestrümpfen und langem Rock vom heiligen Geist beseelt am Hamburger Kirchentag die Stadt heimsuchten. Gottes Kinder. Ich möchte verdammt nicht dorthin wo die sind. Wenn ich die mir dann noch nackig auf einer Wolke vorstelle wie sie eine Ewigkeit lang Harfe spielen. Nein. Dann lieber als Heide zur Hölle fahren. Wahnsinn, dass Reich des Wahnsinns. Ich bemerkt den eleganten Übergang. Ja es geht weiter mit dem Drama. Inhalt könnt ihr wie gewohnt bei der jetzigen Folge finden. Wie ihr vielleicht beobachtet hat sich der Zeichenstiel gefestigt. Einheitlich, kompackt, die Regeln stimmen. Genießt die wenigen warmen Sonnentage. Unter den Mitglieder meiner Elterngeneration kursierte ein Spruch:” Genießt den Krieg, der Frieden wird fürchterlich sein.” Hmm……

 

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